Wenn ich mich an alte Sportkomödien oder Parodien erinnere, dann fallen mir dort teils sehr gelungene ein, wie „Voll auf die Nüsse“ oder auch das geniale „Kingpin„. Beide haben mir sehr gefallen, die eine wegen dem abgefahrenen Ben Stiller Humor und die andere wegen der wahnsinnig geilen Murray/Harrelson Kombination.
Doch was soll ich nun zu „Balls of Fury“ sagen…
Zunächst scheint die Idee ja ganz amüsant zu sein; ein abgehalfteter Ex-Pingpong Jugendprofi der die Welt zu einem besseren Ort machen soll, in dem er in einem Untergrundpingpongtunier, den Gangsterboss Feng in die FBI Falle locken soll.
Kommt, das ist mal wieder so schlecht, das kann nur witzig werden, oder?
Hmm, nun ja, leider nicht, der Anfangsplot hat mich stark an „Die Eisprinzen“ erinnert, nun ja, aber noch schlechter als dort wurde er vollführt. Ich persönlich musste wieder beinahe kotzen als ich diese billige und im Klischee sogar noch falsche DDR Sportlerversion gesehen hab. Der kleine Randy sollte in der Pingpong Weltmeisterschaft gegen den DDR Meister Spielen. Dieser lispelnde dürre eklige Typ hat mich schon sehr an meiner Ossiehre gepackt, dazu noch die sogenannten DDR Fans, einer in Bomberjacke und das ganze Gesicht schwarz-rot-gold gefärbt und daneben ein paar Punks mit nem mächtigen Iro, hmm, tut mir leid, aber ich kann mir nicht vorstellen das die DDR sowas geduldet hätte. Punk zu sein, war in DDR Zeit nämlich nicht grade was politisch korrektes und grade das Nationalfarben zeigen war auch nicht ganz so fein. Also mal wieder vollkommener Blödsinn. Da hätte man doch nen zugedoptes Mannsweib nehmen können, das entspräche wenigstens ein wenig der Realität, nein es wird dümmlich und ohne hintergründigen Humor abgestottert, um das zu revidieren wird er ein paar Jahre später „postsozialistischer Kraut“ genannt. Wow, welch Feingefühl, ich kotz aufn Boden.
Dann wir der Vater von der Wettmafia getötet und Randy blamiert sich wegen seiner Niederlage, erinnert mich ein wenig an einem Munson bauen, also klar an „Kingpin„, bloß ohne Stil, einfach billig abgeklascht ohne irgendwelchen eigenen Idee.
Der Film geht übrigens die ganze Zet so weiter. Blöd banal und irgendwie auch schon lange nicht mehr lustig… Ein Lichtblick war zwar Christopher Walken, den ich gerne seh, aber er hat einfach nicht in die Besetzung gepasst. Wie eigentlich so viele nicht.
Dan Folgler is auch nur ein billiger Versuch einen Jack Black zu imitieren, wie Filmstarts.de schon sagen, es hätte auch liebend gerne ein Vince Vaughn, den die Ähnlichkeit zum Average Joe is schon sehr deutlich zu erkennen, sein können oder auch Will Ferell, der sich aber auch in seinen letzten Sportfilm nicht gerade wacker geschlagen hat. Der FBI Agent war einfach nur peinlich, da hätte mir ein leicht debiler Christopher Walken schon gefallen, den hat man aber ja woanders verbraten, an einer Stelle, die eigentlich perfekt auf Ben Stiller oder auch Bill Murray, ich erinnere nochmals an „Kingpin“ oder „Voll auf die Nüsse„, Christopher Walken funktioniert hier zwar auch, aber irgendwie nicht perfekt…
Komisch auch, das Team von „Nachts im Museum“ war zwar hier am Werk, aber es passt vorn und hinten nicht, zu viele Rohkrepierer, zu viele Fehlbesetzungen und zu viel dumme Albernheiten, das hätte ich von Zuckerproduktionen erwartet, aber nicht vom Nachts im Museums Team, denn der, zwar thematisch ganz wo anders, hatte Klasse, in Bild und Geschichte.
Hier wurde im Endeffekt versucht „Kingpin“ mit „Voll auf die Nüsse“ zu kreuzen, aber ohne die schauspielerische Finesse der beiden Filme.
Meine Fresse, je länger ich drüber nachdenke desto beschissener wird der Film obwohl ich ihn eigentlich noch zum Mittelmaß zähle, denn im gleichen Becken wie „Superhero Movie“ rum zu schwimmen, so bös möchte ich dieser Produktion aber nun nicht zureden, dazu hätte er „Sport Movie“ heißen müssen.
Also, wer nichts erwartet und die anderen Filme nicht kennt könnte seinen Spaß haben, der Rest:
Ich glaub man sollte einen netten Spaziergang machen oder Babys den Lutscher klauen.